Über uns

Anfang 1971 pachtetePachtvertrag unser Firmengründer Jürgen Kästner eine kleine Bäckerei am Stadtrande von Freiberg. 
ausgestattet mit einem altdeutschen Ofen mit Kohlefeuerung, Aldeutscher Ofen 1  Aldeutscher Ofen 2  Befeuerung des Ofens
einer Teigknetmaschine und einer riesigen Portion Enthusiasmus startete er zusammen mit seiner Ehefrau Karin und der Mithilfe der Schwiegermama in das Abenteuer Selbstständigkeit. Am 1. Februar 1971 war es soweit und die beiden eröffneten ihr eigenes Geschäft. Da der Standort nicht gerade im Herzen der City liegt und auch der Ruf dieses Ladens vom Vorgänger her nicht gerade der Allerbeste war, hielten sich die Kundenzahlen in der ersten Zeit doch sehr in Grenzen. Doch die Qualität seiner Backwaren sprach sich langsam in der Umgebung herum und so steigerten sich die anfänglichen rund 150 Kunden am Tag zusehends. So erfreulich diese Entwicklung war - allein und mit dem alten Ofen war es einfach nicht mehr zu schaffen. Somit stand 1973 die erste große Investition im Hause Kästner an: ein neuer Ofen wurde angeschafft, so ziemlich das Modernste was es zum damaligen Zeitpunkt gab. neuer Ofen 1974
Dieser Ofen nun besaß eine vielfach größere Backfläche als der Alte und wurde mit Gas beheizt, was wiederum eine erhebliche Arbeitserleichterung darstellte. Im selben Jahr wurden auch noch ein Bäcker und eine Verkäuferin eingestellt um den weiter steigenden Verkaufszahlen gerecht zu werden. Diese beiden Mitarbeiter sind bis heute im Betrieb tätig.
1976 stand dann ein etwas anderes Ereignis im Hause Kästner an: Kästner Junior II erblickte das Licht der Welt. Die werdende Mutter stand noch bis wenige Tage vor der Entbindung mit im Laden-offenbar sollte sich der Kleine so schon mal an das Bäckerei-Leben gewöhnen! In den nächsten Jahren sprach sich die Qualität der Backwaren zunehmends herum und gerade die Spezialitäten wie die Freiberger Eierschecke oder die traditionellen Christstollen wurden weit über die Grenzen Freibergs hinaus bekannt. Trotz der Schwierigkeiten die wohl jeder selbstständige Unternehmer zu DDR-Zeiten kannte wie z.B. Engpässe bei der Rohstoffversorgung, gelang es doch immer wieder - manchmal eben auch mit etwas Improvisation- die Kunden zufrieden zu stellen. Was sich regelmäßig an den bis zu 100 m langen Kundenschlangen vor dem Geschäft wiederspiegelte.

     
1986 wurde die mittlerweile zu klein gewordene Backstube zum erstes Mal erweitert. Dazu war es leider nötig die Bäckerei für ca. ein halbes Jahr komplett geschlossen zu halten. Dabei wurde auch gleich der Laden mit vergrößert. So war es dann möglich gleichzeitig zu Viert zu bedienen, was zeitweise durchaus von Nöten war, um dem Kundenandrang gerecht zu werden. Aber auch in der Backstube ging es nun nicht mehr ganz so eng zu, dennoch wurde der Alltag durch Handarbeit bestimmt, da zu DDR-Zeiten kaum Maschinen für handwerkliche Bäckereien zu bekommen waren.

 

1989 kam dann bekanntermaßen die Wende, was auch in unserem Unternehmen den Beginn einer neuen Epoche bedeutete. Die bis dahin bekannten Verzehrs- und Einkaufsgewohnheiten änderten sich radikal. Der nun sich öffnende, grenzenlose Rohstoffmarkt ermöglichte ein wesentlich breiteres und vielfältigeres Sortiment. Angefangen bei Brötchen mit verschiedenen Saaten und Körnern, was bis dato nahezu unbekannt war, bis hin zur Fruchttorte, welche sich nun zu jeder Jahreszeit mit jeder gewünschten Fruchtsorte belegen ließ. Gleichzeitig brachen aber nun auch zahlreiche Großabnehmer wie die vielen Betriebskantinen weg, weil ein Großteil der angesiedelten Industrie geschlossen wurde. Diese Tatsache führte nun zu der Suche nach neuen Absatzwegen und so wurde bereits 1990 die erste Filiale im Ortsteil Friedeburg eröffnet. Nur ein Jahr später wurde dann eine kleine HO-Verkaufsstelle aufgekauft und zu einer modernen Bäckereifiliale mit einem Café mit 24 Sitzplätzen umgebaut.  Dieses Geschäft samt Café finden Sie auf der Straße der Einheit. Der bis dahin noch unbekannte Bereich der Gastronomie stellte uns somit wieder vor neue Herausforderungen. Wie wir diese bewältigt haben, darüber können Sie sich gerne selbst im Café überzeugen.
Nachdem bereits 1987 Sohn Uwe nach erfolgreicher Bäckerlehre im elterlichen Betrieb eingestiegen ist, beginnt 1992 Junior Dennis seine Lehre im Bäckereiverkauf hier im Unternehmen. Somit ist auf breiter Ebene ein weiterer Grundstein für eine spätere Betriebsnachfolge gelegt.
Auch der Ausbau unserer Verkaufsstandorte geht weiter: 1992 eröffnen wir eine Filiale in der Freiberger Poststraße. 1994 erhielt dann auch unser Stammhaus auf der Hegelstraße eine moderne Ausstattung. HegelstrGleichzeitig wird die Backstube ein zweites Mal vergrößert und mit einem dem Stand der Technik entsprechendem Ofen sowie moderner Kühltechnik ausgestattet. 
 
1996 steht nun unser 25-jähriges Betriebsjubiläum ins Haus und nicht ohne Stolz präsentiert Bäckermeister Jürgen Kästner seine Backstube Berufskollegen und Gästen die zum Gratulieren gekommen sind. Für unsere Kunden bieten wir eine ganze Woche ein bis dahin einmaliges Angebot von sagenhaften 25% Rabatt auf alle Backwaren (ohne vorherige Preiserhöhungen wie es heutzutage von manchen Märkten praktiziert wird!). Natürlich sollen auch alle Mitarbeiter zu einem solchen Jubiläum nicht zu kurz kommen und somit wurden alle zu einer Schlittenfahrt durch das verschneite Erzgebirge eingeladen.

 

1997 sollte nun der erste Standort außerhalb Freibergs hinzukommen. In Dippoldiswalde wurde auf der Rabenauer Straße ein neuer Markt mit vorgelagertem Fleischerei- und Bäckereibereich gebaut.Dipps Nachdem wir hier mit ein paar Startschwierigkeiten zu kämpfen hatten, sind wir bis zum heutigen Tage mit unserem kompletten Sortiment fest in der Dippoldiswalder Geschäftswelt integriert.
1999 wurde dann ein bis dato von der Sparkasse als Behelfskundencenter genutzter Pavillion zu einem kleinen aber feinen Verkaufsstandort umgebaut. ForstwegDiesen finden Sie auch heute noch auf dem Forstweg gegenüber vom Unicent-Einkaufscenter. 
Mit der Erschließung dieses Standortes sollten vorerst unsere Expansionsbemühungen abgeschlossen sein, da wir auf jeden Fall ein stets frisches, abwechslungsreiches und vor allem handwerklich hergestelltes Warensortiment unseren Kunden bieten möchten. 
Alle drei Jahre finden Sie uns zur Adventszeit auch noch auf dem Freiberger Weihnachsmarkt, wo Sie alle in unserer Backstube hergestellten weihnachtlichen Spezialitäten vorfinden werden. In diesen Jahren backen wir dann auch immer den mehrere Meter langen Riesenstollen, der dann zur feierlichen Eröffnung des Marktes vom Bürgermeister angeschnitten wird. Hier ein paar Impressionen der Jahre 1994, 1997, 2000 sowie 2003: 
       

Mit dem Jahreswechsel 2005/2006 stand nun der Generationswechsel ins Haus. Die Firmengründer Jürgen und Karin Kästner gaben nun nach fast 35 Jahren den Staffelstab weiter an die Söhne Uwe und Dennis. Nun ist es an den beiden Brüdern den Betrieb in seiner Form wirtschaftlich erfolgreich weiterzuführen.

 

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